[DistantSun]
Sonata Arctica Konzert
(Support: Winterborn, Delain)
Dortmund, 2.12.2009

Klappe die sechste. Immerhin suchen sich die Herren jedes mal eine neue Stadt aus, sodass es mich dieses mal nach Dortmund verschlug. Ich hatte großzügig etwas mehr Zeit für den Hinweg berechnet, also fuhr ich nach der Schule und einem kleinen Zwischenstop zu Hause nach Dortmund, eine Stunde später begann schon die Hallensuche. Welche sich dank meines top Orientierungssinnes natürlich wieder leicht in die Länge zog. Nach ein paar extra Runden um das Gebäude stand ich dann doch in der Schlange, oder in dem Haufen. Ich dachte mir, man kann wohl vor Ort noch ein paar Kontakte knüpfen, damit man nicht ganz so allein da steht, aber was da wieder rumstand... muss nicht Also denn, eine Stunde warten – wieso müssen Konzerte immer im Winter sein? – Einlass, Platz in der dritten Reihe hinter einem Rudel Chicksen eingenommen, den ich schon geräumt hatte, als Winterborn die Bühne betraten. Natürlich wurde ich von einem 2-Meter-Riesen weggedrängt, und seinem 1,90-Kumpel.
Als ich es doch mal schaffte, an diesen vorbei zu schauen, war ich doch angesichts der Sänger-Optik leicht überrascht, haha. In weiß mit kurzem Haar, da will sich aber einer gegen Klischees wehren :p Die Stimme war aber sehr gut, am Sound generell gabs nichts zu meckern. Aber sehr typisch für erste Vorbands. Die CD muss ich mir jetzt nicht kaufen, aber so zur Auflockerung sehr nett. Na, Pagan's Mind vom letzten Jahr zu toppen, ist so oder so nicht schwer.
Und wieder Pause, so langsam bekam ich Durst. Gedanke wieder beiseite geschoben, erst mal Delain gucken. Ich war sehr schockiert, als ich bemerkte, wie sehr die Sängerin äußerlich einer üblen Klassenkameradin ähnelte... aber sonst war sie ganz sympathisch. Ihre Stimme ging meiner Meinung nach ein bisschen unter, und das hatte ich mir beim Hören der Alben schon gedacht... Von den Songs, die ich kannte, waren Stay forever, Go away, Control the storm, nothing left <3 und Virtue and Vice dabei... Bei den Songs, bei denen Marco auf den Alben mitsingt, wäre es natürlich super gewesen, wäre Tony auf die Bühne gekommen, so wie letztes Jahr bei Vanishing Point und Two minds, one Soul. Irgendwie fehlte den Songs einfach was. Aber gut, Stimmung haben sie trotzdem gemacht. Mir zumindest, komischerweise stellte ich in der anschließenden Pause fest, dass sie doch bekannter waren, als ich angenommen hatte.
Wieder Pause, nun war ich richtig durstig. Ich hatte aber wenig Lust, die beste Band von ganz hinten anzusehen, wo vermutlich wieder Stimmung wie im Kino war. Vor allem, wo doch die zwei netten Spanier/Portugiesen/Irgendwiesowas mir so schön Gesellschaft leisteten... Gott, was die labern können (nicht mit mir; miteinander). Die Pause war lang genug, dass noch Müdigkeit und Kopfschmerzen hinzu kamen, weshalb ich mir dann recht große Mühe geben musste, das Konzert zu genießen.
Los gings mit dem Everything fades to gray-Intro und Flag in the ground. Seit dem Contest habe ich irgendwie etwas gegen diesen Song... :p Aber war trotzdem ganz nett, natürlich ging der Song von allen neuen am meisten ab. Weiter gings mit Paid in full und Caleb... keine Überraschung Dann mit The last amazing grays und As if the world wasn't ending wieder neue Sachen, wobei letztes wirklich keine gute Wahl war. Ich habe mich ja vorher echt gefragt, wie die Days of grays Songs wohl live klingen werden und war dann sehr positiv überrascht. Aber zusammen mit dem etwas späteren Juliet waren die zwei Lieder irgendwie ein Stimmungstief. Zwischendurch kamen noch Fullmoon – welches einem ja noch so auf die Nerven gehen kann, auf einem guten Konzert MUSS es einfach gespielt werden. Die arme Band :D Das beste war aber das Intro. Henkka fing an zu klimpern, aber was Tony da sang, passte irgendwie nicht zu dem Text, den alle im Kopf hatten. Es entpuppte sich als „Total eclipse of the heart“, was mich doch ordentlich zum Lachen brachte x)
Anschließend verließ Tony dann die Bühne, um Charlotte (die Sängerin von Delain) Last drop falls singen zu lassen. Ich war mir aber wirklich nicht sicher, ob ich das gut finden sollte. War halt mal was anderes, aber es hatte mit ihrem dünnen Stimmchen einfach nicht diese gewohnte wow-Wirkung... diese kam dann aber, als Tony wiederkam um das Ganze in einem Duett enden zu lassen. Um das Tempo wieder um einiges anzuheben, folgte dann 8th Commandment, yeah! Weiter gings mit einem Solo der Herren an Keyboard und Gitarre, endlich etwas entspannen. Mittlerweile spielte ich nämlich mit dem Gedanken, mich durch das Gedränge bis zur Bar zu quetschen, vor allem als hinter mir ein Mädel ohne jede Vorwarnung umfiel und weggetragen wurde... Aber wer kann schon bei Replica weglaufen?
Dann war ich jedoch etwas enttäuscht. Ich war ja schon gespannt mit welcher Aktion sie die Publikum spielt Schlagzeug-Sache bei den letzten beiden Konzerten toppen könnten, aber dann ließen sie uns ganz stumpf stampfen, klatschen und We will rock you singen. Ich kann diesen Song schon seit der Grundschule nicht leiden... Dann kamen noch In black and white und Don't say a word, wobei ich dann wirklich meinen letzten Rest Energie verbrauchte. Es stellte sich dann die Frage, wo eigentlich The Cage bleibt, oder wo überhaupt das ganze Winterheart's guilt Abum blieb... nundenn, natürlich gabs wieder den Vodka Song und wieder ein Stück Everything fades to gray als Outro. Der 2-Meter-Mann stand übrigens immer noch vor mir; muss ich erwähnen, wer den Drumstick fing?
Ich machte mich ganz gemütlich auf den Weg zum Ausgang, stellte dann fest, dass ich ja noch zur Garderobe muss, stand dann dort am Rand einer Menschentraube und sah leicht geschockt, dass ich nur noch 15 Minuten hatte, bis mein letzter Zug fuhr. Nach etwas vordrängeln rannte ich also los – natürlich wieder intuitiv in die falsche Richtung. Als ich an den Gleisen ankam, war der Zug schon weg, also kaufte ich einfach ein Ticket und setzte mich in die S-Bahn nach Essen. Nach einer Stunde Fahrt eklärte man mir und einem älteren Herren, der ebenfalls nach Düsseldorf musste, dass der nächste Zug nach Ddorf erst um 3 kommt. Also stiegen wir in die nächste Bahn nach Duisburg und warteten dann dort eine Stunde auf den IC, für den wir eigentlich kein Ticket hatten. Wir versuchten unser Glück und der Bahnbeamte hatte tatsächlich gute Laune... letztendlich war ich dann um halb 4 in meiner Wohnung – und konnte vor lauter Müdigkeit nicht einschlafen. Nie wieder! … Vielleicht. Doch, eigentlich schon. Wann ist die nächste Tour?


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